Grüner Klee für das mük

Urkunde Grüner Klee Award

Unternehmen, die einen wichtigen ökologischen und sozial wertvollen Beitrag für die Wirtschaft und Gesellschaft leisten, holt die Grüne Wirtschaft mit dem neu ins Leben gerufenen Award „Grüner Klee“ vor den Vorhang. Im Bezirk Freistadt ist die Auszeichnung an das mük gegangen. Der Sprecher der Grünen Wirtschaft OÖ, Bernhard Seeber, war mit Landtagsabgeortneter Dagmar Engl und Stadtrat Klaus Fürst-Elmecker zu Besuch, um den Initiatorinnen Christa Oberfichtner und Maria Ruhsam den Preis zu übergeben.

Unter der Devise „gemeinsam sind wir groß“ gründeten die Schwestern Christa Oberfichtner und Maria Ruhsam 2012 den Verein Mühlviertel Kreativ als Gemeinschaftsprojekt und Plattform zur Präsentation des Mühlviertler Kunsthandwerkes. Ziel war, die vielen kleinen regionalen Labels durch einen gemeinsamen Auftritt sichtbarer zu machen, die Vielfalt des Angebotes zu zeigen und die überwiegend als Ein-Personen-Unternehmer:innen tätigen Kunsthandwerker:innen in der Vermarktung zu unterstützen. Zu Beginn noch ausschließlich virtuell im Internet. Doch schon nach vier Jahren wurde im Zentrum von Freistadt ein Leerstand revitalisiert, der heute 80 Kunsthandwerker:innen auf drei Etagen in Summe 450 m2 Verkaufsfläche bietet. Doch das mük ist mehr als reine Verkaufsfläche für die dort eingemieteten Kunsthandwerker:innen. Es ist eine lebendige Präsentationsfläche für die enorme Vielfalt des regionalen Kunsthandwerkes, das auf Langlebigkeit, hohe Qualität, Nachhaltigkeit Wert gelegt. Eine Besonderheit des Vereines ist das soziokratische Organisationsprinzip. Das heißt, alle Entscheidungen werden im Kernteam, das sich aus den beiden Vorständinnen und den Vertreter:innen von fünf Arbeitskreisen zusammensetzt, im Konsent getroffen. Der Tagesbetrieb wird von den angestellten „Chef:innen vom Dienst“ selbst organisiert und abwechselnd gemanagt. Für die Qualitätssicherung und für die Aufnahme neuer Mitglieder ist der „Rat der Kreativen“ verantwortlich. Damit wird das Angebot des mük gemeinsam kuratiert, sorgfältig aufeinander abgestimmt und durch Ausstellungen, Workshops, Kulinarik und das Vereinscafe ergänzt.

Foto: Grüne Wirtschaft, v.l.nr.: Tanja Binder, Carin Fürst, Bernhard Seeber, Herbert Schaumberger, Dagmar Engl, Christa Oberfichtner, Martina Eigner, Maria Ruhsam, Klaus Fürst-Elmecker.

Kreative Nachhaltigkeit

„Man muss sich nur trauen, es anders zu machen als heute üblich. Unsere kreative Nachhaltigkeit und unsere soziokratische Struktur bringen uns viele Sympathiepunkte bei den Kunsthandwerker:innen und bei den Kund:innen. Wer echte Handarbeit sucht, egal ob Keramik, Textiles, Schmuck, Holzkunst oder kreative Kulinarik, wird sicher fündig im mük. Die ganzjährige Öffnung und die zentrale Lage machen es zudem leicht, immer wieder zu kommen.“ Christa Oberfichtner, Obfrau mük.

Gemeinsam bewältigen

„Der große Vorteil für unsere Mitglieder ist, dass der persönliche Zeiteinsatz für die Vermarktung ihrer Werke überschaubar bleibt, denn wir kümmern uns abwechselnd gemeinsam darum. So können sich die Mitglieder auf ihr Kunsthandwerk konzentrieren und müssen nicht selbst tagelang auf Märkten stehen.“ Maria Ruhsam, Obfrau-Stellvertreterin mük.

Klare Strukturen

„Mit viel Engagement und klaren Strukturen hat es der Verein mük geschafft, die Vielfalt und hohe Qualität des Mühlviertler Kunsthandwerks unter einem Dach zu versammeln und eine erfolgreiche Vermarktungsplattform aufzubauen. Das Betriebssystem des mük ist die Soziokratie und das Gemeinsame steht über dem Wettbewerb. Damit zeigen uns die Initiatorinnen Christa Oberfichtner und Maria Ruhsam auf beeindruckende Weise, wie Unternehmen auf Basis von Vertrauen, Zusammenarbeit und Kompetenz statt Hierarchie erfolgreich funktionieren können. Dafür bedankt sich die Grüne Wirtschaft mit der Überreichung des Grünen Klee Awards.“ Bernhard Seeber, Sprecher Grüne Wirtschaft OÖ.

Kunstwerk aus Ottensheim

Die Gestaltung des Awards erfolgte durch das Künstlerkollektiv Judith Luger (Keramikwerkstatt Luger), Christine Pavlic und Markus Luger aus Ottensheim.

„Als Skulptur und Auszeichnung verkörpert der Grüne Klee Award die Harmonie der Gegensätze. Seine Gestaltung vereint robusten, brünierten Stahl mit zarter Keramik und symbolisiert damit die Kraft und Zerbrechlichkeit zugleich. Das filigrane Kleeblatt – Sinnbild für Glück, Beständigkeit und Innovation – wird von einem Rahmen aus Stahl geschützt, während es gleichzeitig im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Die geschickt platzierte Schrift spiegelt sich je nach Lichteinfall auf dem Kleeblatt wider und verleiht dem Award eine dynamische Lebendigkeit, die seine Einzigartigkeit unterstreicht und die Verbindung zum ausgezeichneten Unternehmen symbolisiert.“ Judith Luger / Christine Pavlic / Markus Luger